Zaun gegen Roma


Das Foto zeigt Angehörige der Roma-Großfamilie H. aus der Slowakei, die teils seit über 10 Jahren vor dem Wertstoffhof in Neunkirchen/Sand sammelten. Sie wurden durch einen im Dezember 2011 fertiggestellten beidseitigen Drahtzaun vertrieben, nachdem zuvor über sie in der Pegnitzzeitung mit Leserbriefen und redaktionen Beiträgen auch gehetzt wurde. Ein Grund für das Landratsamt die Bürger öffentlich aufzufordern nicht mehr zu halten und den Zaun zu erstellen waren die Wertstoffe, die dem, wie es früher mal hieß, "deutschen Volkskörper" verloren gehen würden. Die Nationalsozialisten vom sogenannten Freien Netz Süd, siehe im Netz dort unter Nürnberger Land, schrieben am 16.12.11 nach Fertigstellung und Bericht in der Pegnitzzeitung, die unseren Leserbrief wie fast alle Pressemitteilungen in den letzten Jahren wegzensierte, in gleicher abfälliger und rassistischer Art wie in den Leserbriefen und PZ-Artikel.

Der Landrat reagierte nicht auf das von uns vorgelegte Konzept als Alternative eine Gebrauchtwarenecke im Wertstoffhof, gerade für sozial Schwache In- und Ausländer, einzurichten. Solche kommunalen Verkaufsstellen gibt es in etlichen bayerischen Städten. Sie werden durch das CENTRAL EUROPE-Projekt der EU, insbesondere zur Unterstützung von Roma-Großfamilien aus osteuropäischen Ländern, im Rahmen von Transwaste vorgeschlagen und finanziell fördert. Das Konzept, über das auch die Pegnitzzeitung nicht berichtete, hatte die TU Dresden ausgearbeitet.