Geschäftsführer der Pegnitzzeitung will ai Lauf vollends mundtot machen (Juli 2013)


Die objektive "Freie Presse" ist eine Chimäre, im Grunde nur der Spiegel der Gesellschaft, und demnach oft genug von Interessen geleitet.

Vor genau vier Jahren wurde der ai-Gruppensprecher in einem PZ-Schmähartikel angegriffen, ohne dass die ai-Gruppe Gelegenheit erhielt, ihre Sicht darzustellen und zu belegen. Unser Leserbrief mit 24 Unterschriften wurde vertuscht. Im Schmähartikel bot die PZ einer auch als Parteimitglied bekannten Person eine Interview-Plattform. Unmittelbar danach kam es zu einem anonymen Anschlag auf den Campingbus im Carport der Familie des ai-Sprechers.

Im Juli 2013 wandte sich der Geschäftsführer der Pegnitzzeitung an das deutsche ai-Sekretariat, den Text, siehe unter "Aktivitäten", der bisher auf der ersten Seite unserer Homepage stand, wegzunehmen. Als Begründung wurde unter anderem genannt, daß die Zeitung im Zusammenhang mit einer rechten Gruppierung genannt wurde (siehe hierzu auch diesen Link). Als Antwort schrieb die ai-Gruppe am 15.7.13 folgende E-Mail an den Geschäftsführer:

PZ: "Hauptsache die Roma verschwinden, ob mit oder ohne Zaun"
Sie beschweren sich, weil wir auf unser Homepage informieren was Ihr Monopolblatt nicht veröffentlicht bzw. wie es Stimmung gegen ausländische Minderheiten schürt. Ihnen bzw. Ihrem Redaktionsleiter liegen z.B. der Leserbrief vom 27.9.11 sowie unsere Presseerklärung von Frau Arndt, meiner Frau und mir auf den Artikel vom 1.10.11 vor, wo die PZ bei der Gegendemo insbesondere auch Vertreter einer Partei zu Wort kommen ließ. Warum wurden Leserbrief und PE nicht veröffentlicht?

Die PZ hat im Gegensatz zu unserem Leserbrief in der Hersbrucker Zeitung vom 22.9.11 und dem fairen Beitrag im Bayerischen Rundfunk zu unserer Demo vor dem Wertstoffhof immer einseitig und negativ berichtet und weder einen Vertreter der Romagroßfamilie noch uns zu Wort kommen lassen. Vertuscht wurde ebenso zu berichten, daß wir und später der Bayer. Sinti- und Roma-Verband dem Landrat erfolglos ein Konzept des EU-Transwaste-Projekts der Universität Dresden vorlegten, wie in vielen bayerischen Kommunen eine Gebrauchtwarenecke im Wertstoffhof einzurichten. Romaangehörige waren es, die dies angeregt hatten, um dann nicht mehr zu sammeln sondern dort einkaufen zu können.

Ihre Zeitung grenzt unsere ai-Gruppe seit Jahren aus, insbesondere unsere Veröffentlichungen zu hier lebenden ausländischen Minderheiten. Dagegen bot Ihre Redaktion den Roma gegenüber negativ Eingestellten mit Leserbriefen sowie dem Landratsamt eine Plattform, verstärkt durch drei Stimmung machende redaktionelle Artikel bis 1.10.11. Es war sicher kein Zufall, daß der Abdruck von Leserbriefen am 9.9.11 zeitgleich mit der ersten PE des Landratsamtes einher ging, veröffentlicht zuerst in der Hersbrucker Zeitung, am 27.9. in der PZ, angereichert mit nicht beweisbaren Aussagen aus den Leserbriefen vom 9.9.11. Es kam zu offen gezeigtem und unterschwelligem Rassismus, den Ihr Blatt als Sprachrohr beförderte. Von Leserbriefschreibern und Landratsamt wurde z.B. Neid geschürt, daß durch das Sammeln "von wertvollen Metallen Erlöse in nicht unbeträchtlicher Höhe verloren gehen".

Kein Wunder also - und wovon wir von Anfang an den Landrat (PZ wurde informiert) warnten - dass Nazis hellhörig werden und gegen die Roma hetzen. "Zigeunerzaun" nannte ihn das Freie Netz Süd nach dem PZ-Artikel vom 8.12. auf seiner Netzseite am 16.12.11.

Neue Stimmungsmache am 13.10.12. "Außerdem parkten illegale Müllsammler in der Landessiedlung und beschädigten, so hieß es, die Straße durch aus den Autos auslaufendes Öl. Hier wird die Kontrolle der Polizei gewünscht". Dabei sind bzw. handeln die Altmetallsammler weder illegal noch sind sie illegal. Es sind slowakische EU-Bürger und es ist völlig legal, wenn sie sich Sachen schenken lassen und auf öffentlichem Raum parken!

Im Artikel vom 27.10.12 lassen Sie anonyme Stimmen bösartig zu Wort kommen "In Simonshofen unterstellt man der Diakonie dennoch hinter vorgehaltener Hand "Profitgier". Man insistierte, Asylbewerber würden einziehen. Wenn die PZ sogar die Diakonie anonym verleumderisch angreifen lässt, was müssen potentielle private Anbieter von Asylunterkünften in Lauf und Umgebung dann erst erwarten?

Stimmungsmache gegen Asylbewerber war es auch, als Sie am 1.2.13 unhinterfragt eine nach unserer Recherche vom Landratsamt genannte absurd hohe Zahl von 1,68 Mio € für Unterkunft und Verpflegung verbreiteten, für eine außerdem wiederholt als falsch sich herausstellende Asylbewerberzahl im Landkreis und einen nicht genannten Zeitraum.

Aktuell weisen wir auf einen Artikel vom 10.7. hin. Es war nicht der erste zu Straftaten bzw. angeblichen Straftaten im Umland von Lauf. Dort wurde der Leiter der PI Erlangen-Land, Herr Pakusch, genannt, der angeblich von "Bettlerbanden aus Osteuropa" sprach. Im Telefonat mit Herrn Pakusch meinte dieser, die Bezeichnung "Bettlerbande" gibt es bei der Polizei nicht. Laut Strafgesetzbuch, meinte er, handelt es sich um eine Bande, wenn sich mindestens zwei Personen zusammenschließen, die nicht nur einmalig (da spricht man von Mittäterschaft) sondern fortgesetzt Straftaten begehen. Der PZ ist dies auch bekannt, z.B. durch den NN-Artikel vom 22.11.11, in welchem auch mit "Bettlerbanden" gehetzt wurde. Für das Polizeipräsidium Nürnberg handelt es sich, von den NN richtiggestellt, um "Bettlergruppen". Warum werden von redaktioneller Seite erneut in rassistischer Weise Vorurteile geschürt?